A Compilation by Claudia Hardi aka F. Sigorski

1066 & All That - the Mallory Neely House is a personal experimental workspace. The mode of associative attention are annotations, footnotes and excerpts out of reading material of the news which is relevant to us, whether it is urgent or remote. A versatile info sphere resulting from the practice of perpetually scanning the horizon for cultural references - be it an internet travelogue, a collection, a storage space.

Sunday, December 23, 2007

Prachtschmerle


Prachtschmerle
Originally uploaded by F. Sigorski - Part Two

So, das Weihnachtsgeschenk der Frau Mausi Morfel an Ihren Ehegatten ist dieses Jahr eine Patenschaft für eine Prachtschmerle im Zürcher Zoo. (Aus: Kauzige Originale und anrührende Geschichten aus der Weiten Welt...)

Saturday, December 22, 2007

Der Glenn Gould Roboter


The Glenn Gould Robot
Originally uploaded by F. Sigorski

Gelesen: Interessanter Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung. Ein Ausschnitt: "Der kanadische Pianist Glenn Gould (1932-1982) wurde 1955 weltberühmt. Erst 23-jährig, hatte er Johann Sebastian Bachs "Goldberg-Variationen" derart eigenwillig gespielt, dass die Aufnahme davon ausserordentliches Aufsehen erregte. Obwohl schon viel unternommen wurde, um die Aufnahmen von Gould zu restaurieren, blieben sie jedoch letztlich das, was sie nun einmal sind: alte analoge Aufnahmen mit allen Nachteilen dieser Technik wie Rauschen, Bandflattern, einem vergleichsweise beschränkten Frequenzspektrum und geringer Dynamik. Jetzt, 75 Jahre nach Goulds Geburt, hat der amerikanische Musiker, Mathematiker und Computerprogrammierer John Q. Walker eine Art Klavier spielenden Roboter entwickelt, der mit dem Anspruch antritt, die "Goldberg-Variationen" so wiederzugeben, wie Gould sie einst gespielt hat.

Die Idee für einen solchen Roboter entstand bei dem in North Carolina arbeitenden Erfinder während seines Klavierstudiums am Konservatorium der Universität yon Illinois. Schon damals dachte Walker dartüber nach, ob man anhand historischer Aufnahmen die charakteristische Spielweise eines Pianisten rekonstruieren könne, um dann mit einem entsprechend angesteuerten automatischen Klavier das "Original" wiedererklingen zu lassen. Walkers Recherche ergab, dass die Geschichte solcher Rekonstruktionsversuche zwar lang ist, aber seinem Geschmack sagten sämtliche Lösungen nicht zu. Erstes fielen alle «Synthesizerlösungen» also alle Versuche, den Ton eines Klaviers mittels analoger oder digitaler Elektronik zu erzeugen. Diese Versuche scheitern daran, dass Simulationen eines angeschlagenen Tons am Klavier niemals alle Obertöne einer schwingenden Saite reproduzieren können, geschweige denn deren Wechselwirkungen mit anderen Saiten sowie mit dem Resonanzkörper des Klaviers.

Das klingt künstlich und steril. Andere Lösungen, etwa das Bespielen eines normalen Klaviers durch einen pneumatischen oder elektromechanischen Apparat, überzeugten Walker jedoch ebenso wenig. Sie klangen ihm alle zu mechanisch, maschinenartig und grob - bis er im Jahr 2002 einen Wettbewerb besuchte, bei dem die neuesten automatischen Klaviere gegeneinander antraten. Eines dieser Geräte sprach ihn besonders an: es war ein Flügel yon Yamaha, «Disklavier Pro» genannt. Von aussen sieht dieses Instrument wie gewohnt aus, unter den Tasten verbirgt sich aber geballte Technik. So befinden sich dort Sensoren, die die Bewegung jeder einzelnen Taste optisch erfassen. Das geschieht, indem ein Lichtstrahl auf Miniaturspiegel an der Unterseite der Tasten gerichtet wird. Je tiefer eine Taste gedrückt wird, desto mehr kippt der Spiegel. Die daraus resultierende Ablenkung des Lichtstrahls wird durch Fotodioden erfasst. Die gemessenen Daten werden einem Computer registriert und auf einer Festplatte gespeichert. Zum anderen sind unter jeder einzelnen Taste elektromagnetische Aktuatoren montiert, die durch magnetische Induktion, also völlig berührungslos, eine Taste bewegen können.

Das automatische Klavier lässt sich von einem Pianisten spielen, ohne dass dieser etwas yon der Technik merkt. Spielt hingegen die Technik, bewegen sich die Tasten,als würden sie von Geisterhand berührt. Mit diesem Gerät,so fand Walker, klang die Musik so fein und detailliert, dass sein alter Traum, berühmte Pianisten des 20. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken, wieder neue Nahrung bekam.

Walker kündigte seinen Job als Netzwerkspezialist bei IBM, kaufte sich das besagte Klavier und tauchte damit in ein selbsterrichtetes Aufnahmestudio ab. Sechs Jahre lang arbeitete er zusammen mit einem Team yon Programmierern, Mathematikern und Aufnahmespezialisten an der Lösung der technischen Probleme, die seinem Vorhaben im Wege standen. Eine der ersten Herausforderungen bestand laut Walker darin, dass es keine mathematischen Modelle dafür gab, wie Musiker am Klavier spielen - wie sie ihre Finger bewegen. die Tasteri berühren und die Pedale betätigen. Also wurden Hunderte professioneller Pianisten eingeladen. Sie spielten auf Walkers automatischem Klavier, während die Sensoren im Instrument jeden Anschlag der Tasten registrierten. Zusätzlich wurde mit speziellen Hochgeschwindigkeitskameras, die tausend Aufnahmen In der Sekunde machen können, die Bewegung der Hände und Füsse verfolgt. Aus diesen Daten ergab sich ein mathematisches Modell, in dem die Bewegung einer jeden der 88 Tasten des Klaviers durch sieben Eigenschaften charakterisiert wird. Zu diesen Eigenschaften zählen etwa der Zeitpunkt und die Kraft des Anschlags, die Dauer, während der eine Taste niedergehalten wird, sowie Parameter, die festlegen, wie eine Taste wieder losgelassen wird.

Die zweite grosse Herausforderung, so Walker, sei das Finden einer Methode gewesen, mittels deren sich eine historische Klavieraufnanme auf dieses Raster aus sieben Parametern übertragen liess. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Signalanalyse im Computer. Mit Spektralanalysen (sogenannten «Fast-Fourier-Transformationen»), Software zur Erkennung von Mustern und statistischen Auswertungen gelang es schliesslich, aus der Aufnahme eine Art Partitur zu extrahieren, die den 88 Tasten des Klaviers fortwährend die «richtigen» Parameter zuweist. Fortwährend hiess dabei, dass die Werte der Parameter mehrere hundert Mal pro Sekunde aktualisiert wurden, was eine Grundvoraussetzung für eine originalgetreue Wiedergabe eines Stückes ist. Auch die Bedienung der Pedale liess sich mit spezienen Spektralanalysen rekonstruieren. Nach etwa vier Jahren Tüfteln war ein erstes Etappenziel erreicht. Das mit den extrahierten Daten gefütterte automatische Klavier spielte die «Goldberg-Variationen» so, dass zumindest Anschlag, Pedalierung und Tempo stimmten." (Text von Sybe I. Rispens, Neue Zürcher Zeitung, Nr. 235, Forschung und Technik, 10. Oktober 2007.

Link zu Zenph

Schlundgeissler

Heute Gelesen: Schlundgeissler (Cryptista) meist einzellig, Meer- und Süsswasserbewohner.

Monday, December 17, 2007

Echoortung

Heute Gelesen: Menschliche Echoortung ist eine Technik, die von manchen blinden Menschen verwendet wird, um sich ein Bild von ihrer Umgebung zu machen. Es ähnelt der Echoortung, wie sie von Fledermäusen und Delphinen verwendet wird. Eine trainierte Person interpretiert die reflektierten Töne naher Objekte und kann so ihren Ort und teilweise ihre Größe bestimmen und diese Information benutzen, um Hindernisse zu umgehen und sich fortzubewegen.

Diese Technik wurde von Daniel Kish entwickelt und populär gemacht. Er ist völlig blind und brachte sich selber bei, Informationen über seine Umgebung zu erlangen, indem er mit seiner Zunge klickt und auf die Echos hört. Er kann mit dieser Technik Fahrrad fahren. Kish hat ein klickendes Gerät entwickelt und trainiert andere Blinde in der Nutzung der Echoortung. Im Gegensatz zu dieser Ortung aus indirekten reflektierten Signalen steht das direkte Richtungshören als Lokalisation.

Further Reading: A Sense of the World: How a Blind Man Became History's Greatest Traveler by Jason Roberts. A biography of James Holman (1786–1857), a 19th-century British naval officer who was mysteriously blinded at 25, but nevertheless became the greatest traveler of his time. Published by HarperCollins 2006, ISBN-13: 978-0007161065.

Wednesday, December 12, 2007

"The Sportswriter" von Richard Ford


Gelesen: The Sportswriter von Richard Ford. Die Geschichte beginnt am "Good Friday" in Haddam, einer kleinen Ortschaft in New Jersey. Der Roman rankt sich zeitlich um das Osternwochenende. Der Hauptprotagonist in diesem Roman: Frank Bascombe. Ein geschiedener etwas orientierungsloser, teilweise desperater Mann. Von Beruf Sportjournalist (eigentlich ehemaliger Schriftsteller, der nie sein zweites Buch schreiben konnte). Was ausser der Romanfigur Frank in diesem Roman überzeugt, ist die Familiengeschichte und seine hoffnungslosen Beziehungen und Affären mit Frauen. Hartnäckig versucht er sich selbst davon zu überzeugen, dass er den Tod seines jüngsten Sohnes und die Trennung von seiner Frau, die er nur "X" nennt, überwunden hat. Er wurstelt sich irgendwie durchs Leben, abgelenkt durch seine dauernden Überlegungen über Vergangenes und seine notorischen detaillierten inneren Monologe. Als Leser begleitet man Frank durch seine Rückblicke auf seine Leben. Gedankliche Kommentare in Dialogen (Telefongesprächen) werden in diesem Roman mit Beschreibungen von Autobahnfahrten, Motels, Haddam, sowie Beschreibungen von langjährigen Freunden und flüchtigen Bekanntschaften verwoben. Eigentlich scheint es fast so als ob die Figuren in diesem Roman der Landschaft von New Jersey entsprungen sind. Die Ambivalenz und permanente Unentschlossenheit des Hauptprotagonisten kann den Leser Seitenweise beinahe zum Wahnsinn treiben, denn Frank besitzt die unglaubliche Gabe sich andauernd in ausserordentlich mühsame zwischenmenschliche und beziehungstechnische Situationen hinein zu manövrieren aus denen er eigentlich kaum noch heraus findet. Ein sehr spannendes und ungewöhnliches Buch. Das Beste was ich je aus der Sparte "realistische amerikanische Gegenwartsliteratur" gelesen habe.

The Sportswriter by Richard Ford, Publisher: Vintage Books USA, Published 1995. ISBN: 9780679762102. The Sportswriter was originally released as a paperback by Vintage Contemporaries in 1986.

Monday, December 03, 2007

Fulminant?

Heute Gelesen: Fulminante Kurserholung.... Fulminant?

fulminant adj.
1. Exploding or detonating.
2. Pathology Occurring suddenly, rapidly, and with great severity or intensity.